Pfautaube weiß

Züchter: Spindler Matthias

Herkunft

eine der ältesten Taubenrassen, aus Indien im 16. Jahrhundert nach Europa und um 1659 auch nach Deutschland eingeführt.

Gesamteindruck

In Paradestellung steht die Taube auf den Zehenspitzen. der Kopf wird ganz rückwärts in graziöser Weise getragen und liegt mit dem Nacken fest auf Rücken und Schwanzkissen auf. Die Brust wird so weit wie möglich aufrecht und zurückgeworfen getragen. Flügel etwas geschlossen, die Schwingen unter den tiefsten seitlichen Schwanzfedern getragen, Schwanz leicht konkav, also so flach und breit wie möglich, aufrecht getragen, d.h. von der Seite gesehen genau senkrecht, gut geschlossen und straff, weder nach hinten gerabfallend oder hohl (Trichterschwanz) noch nach vorn überfallend (Schirmschwanz).

Rassemerkmale

Kopf: klein, fein, zart gerundet, glatt

Augen: dunkel bei Weißen und solchen, bei denen die weiße Farbe vorherrschend ist, perlfarbig bei Farbigen. Bis auf weiteres ist gelbes oder rötliches Auge bei farbigen Pfautauben kein Fehler.

Schnabel: Mittellang, fein, fleischfarbig bei Weißen, Gelben, Roten, Schildigen, Geschwänzten, dunkel bei Blauen und Schwarzen, dunkelhornfarbig bei Silbernen, von mittlerer Länge, Schnabelwarzen klein und glatt.

Hals: fein, leicht und graziös gebogen. Die Länge des Halses soll der Länge des Rückens entsprechen, sodass der Kopf sicht auf dem Kissen aufliegt und nicht durch den Schwanz gesteckt wird.

Rumpf: klein bis mittelgroß, kurz und rund, Rücken in der Mitte etwas hohl.

Kissen: voll und maßig, so hoch wie möglich die Schwanzfedern hinten und vorn bedeckend. Das vordere Kissen dient als Ruhepunkt für den Kopf. je stärker, ausgebreiteter und dichter es ist, desto besser. Das hintere Kissen, aus den sogenannten Keilfedern gebildet, verhindert, je stärker es ist, desto mehr einen Trichterschwanz.

Schwanz: Etwas konka, kreisrund, auf beiden Seiten leicht den Boden berühernd, recht dicht und massiv. aus langen, breiten Federn gebildet, jede feder die andere überedeckend, ohne Drehfedern. Die Frisur soll höchstens 2 cm von der Spitze herabgehen undnicht zerschlissen sein. Zu weit herabgehende Frisur, die den Schwanz oft dünn und durchsichtig erscheinen lässt, ist fehlerhaft. Die Anzahl der Schwanzfedern ist nicht maßgebend für die Qualität des Schwanzes.

Beine: Kurzm nicht stelzend, frei von Stoppeln, Füße klein, fein.

Befiederung: recht hart und dicht. Dagegen kann bei Seidenpfautauben die Befiederung nicht weich genug sein.

Farbenschläge

weiß, gelb, rot, blau, blaugehämmert, Milky, Blaufahl, Schwarz, silber, Spiegelschwänze in Rot und Gelb, Schildige in Gelb, Gelbfahl, Rot, Rotfahl, Blau, blaugehämmert und Schwarz, Farbenschwänze in Gleb, Rot, Blau und schwarz, Weißschwänze in Gelb, Rot, Blau, Blaugehämmert und Schwarz, Getiegerte und Gescheckte in schwarz und Blau.

Farbe und Zeichnung

weiße, reinweiß, silberweiß glänzend, Farbige und Gezeichnete satt und glänzend, Silber gleichmäßig zsart silbergrau ohne Binden und ohne Rost in Brust und großen Flügeldecken, bei Schildigen 7-12 Schweingen weiß, Binden bei Blauen dun blauschildigen reinschwarz, bei Spiegelschwänzigen jede Schwanzfeder mit breitem, weißem Spiegelfleck, bei glattem Fächer aneinander gereiht, auf farbigem Grund ein weißes Band bildend. Farbenschwänze möglichst mit farbigen, Weißschwänze mögilchst mit weißen Ober- und Unterkissen.

Grobe Fehler

zu grober, klobiger Körper, zu langer Rücken, zu hohe Stellung, starke Spaltbrust, trichterförmiger Schwanz, Schirmschwanz, Lücken im Schwanz, durch den Schwanz gesteckter Kopf, zu kleiner oder federarmer Schwanz, sehr mangelhafte Farbe oder Zeichnung, Fußbefiederung.