Züchterbesuch 2011

Auch bei wechselhaften Wetter fand unser Züchterbesuch dieses Jahr wieder am 09.07.2011 statt. Wir trafen uns am Vereinsheim und fuhren nach Burggen zur Familie Berchtold. Alfons Berchtold züchtet seit 30 Jahren Zwergitaliener. Leider musste er wegen seiner beruflichen Aktivitäten die Zucht dieser Rasse aufgeben. Zurzeit arbeitet er mit der Rasse Zwerg Brahma rebhuhnfarbig-gebändert.

Seinen Hühner gibt Berchtold abends Legemehl und morgens Körnerfutter. Ist das Futter nicht komplett von der letzten Fütterung aufgefressen, bekommen die Tiere kein weiteres Futter. Großen Wert legt er auf einen begrünten Auslauf. Damit dieser auch "grün" bleibt ist es wichtig das Gras kurz zu halten, denn die Hühner suchen die jungen Triebe. Ist das Gras lang, scharren sie solange rum, bis kein Gras mehr wächst.    

Berchtold setzt seine Zuchtstämme gleich nach Ende einer Austellungssaison zusammen, damit diese genügend Zeit haben sich zusammen zu gewöhnen. Dadurch ist zur Einlage der Eier in Brutapperat die optimale Befruchtung da. Gehalten werden die Hennen in Stämmen bis zu 7 Tieren.

Bei seiner Zucht setzt Alfons auf die Fallnest-Kontrolle. Dadurch kann er jedes Jungtier einer Henne zu ordnen und vllt. einen besseren Stamm zusammen stellen. Außerdem erreichte er durch diese Methode eine bessere Legeleistung, da er nur Eier einer Henne ausbrütet, welche innerhalb 10 Tagen mindestens 7 Eier legt.  Sobald die Henne das Nest Betritt wird dieses durch ein Gitter verschlossen. Die Henne muss dann warten bis jemand aus der Familie das Tier befreit. Das Ei wird mit Ringnummer der Henne und Legedatum beschriftet und mit der stumpfen Seite nachoben gelagert. Gebrütet wird ein- bis zweimal in seinen eigenen beiden Brutapperaten im Keller des Wohnhauses.  

Ein Fallnest von Alfons Berchtold

Sind die Kücken geschlüpft, werden sie mit Kückenmarken versehen. Die ersten Tage werden die Kücken mit Rotlicht bestrahlt. Das bietet Wärme und Licht, damit die Kücken ständig Futter und Wasser aufnehmen können. Nach etwa 3 Tagen kommen die Kücken in den Aufzuchtsstall. Dort ist eine Wärmeplatte eingebaut unter der sich die Jungtiere wärmen können. Diese ist mit einem Tuch umhüllt. Diese Konstruktion soll die Glucke nachahmen, unter der sie Schutz und Wärme finden. Gefüttert werden die Kücken mit Aufzuchtsfutter. Zusätzlich bekommmen sie gekochtes Ei mit Brennneseln vermischt und zerkleinert. Natürlich steht ihnen rund um die Uhr frisches Wasser zur freien Aufnahme zur Verfügung.

Aufzuchtsstall

Zurzeit beschäftigt sich der Leidenschaftliche Geflügelzüchter mit der Brieftauben zucht.

Zum Schluss Bedanke sich Vorstand Albert Schmid bei Alfons Berchtold und seiner Familie für den informativen Vortrag und überreichte ihm ein Flasche Wein als kleines Dankeschön.

Links: Alfons Berchtold, rechts: Albert Schmid

Danach fuhren wir weiter zur Zuchtanlage von Familie Prinzing. Peter Prinzing beschäftigt sich mit der Zucht von Papageien und Wellensittichen. Dabei legt der ehemalige Schäferhundzüchter großen Wert auf die Spalterbigkeit der Tiere. Seine Frau Renate züchtet in den umfunktionierten Hundezwingern Mondain blau.

Peter bei seinen Wellensittichen
Taubenstall mit Voliere

Auch bei Peter und Renate Prinzing bedankte sich Albert Schmid. Den Abend liesen wir gemütlich mit einer Grillfeier ausklingen. Leider mussten wir diesen wegen des schlechten Wetters im Vereinsheim verbringen.